Ist Dein Hormonsystem in der Balance?

Bestimmt kennst Du diese Phänomene auch: bevor Du Deine Tage bekommst, leidest Du unter mieser Laune. Wenn wir frisch verliebt sind, sehen wir alles durch die rosarote Brille. Die Sonne kommt raus und sofort hebt sich unsere Laune. Und wie wird das alles gesteuert? Natürlich über unsere Hormone.
Manchmal gerät unser Hormonsystem aus der Balance – und auch das spüren wir. Sehr aufschlussreich kann hier eine Bestimmung der Hormone im Speichel sein – dazu mehr in unserem Gastbeitrag von Heilpraktikerin Susanne Bauer.

Hormonbestimmmung im Speichel

Mangelnde Stressresistenz, chronische Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Depression, Infektanfälligkeit, Lipidoverlust, unerfüllter Kinderwunsch, prä-menstruelles Syndrom (PMS) – die möglichen Folgen hormoneller Störungen sind vielfältig. Von daher lohnt es sich, einen genauen Blick auf das sensible Hormonsystem zu werfen. 

Dazu ist nicht immer eine Blutentnahme erforderlich, denn in vielen Fällen genügen Speichelproben. Der Speichel ist das ideale Körpersekret, um die Konzentration an freien und ungebundenen Hormonen zu bestimmen. Auf diese Weise wird die aktuelle Hormonsituation erfasst. 

Welche Hormone können entscheidend sein?

Vom Frust…

Cortisol wird das „Aktivitätshormon“ genannt, da es maßgeblich an der Energiebereitstellung für ein aktives Leben beteiligt ist. Das Hormon wird in der Nebenniere gebildet. Bei langanhaltender psychischer / körperlicher Belastung oder chronischen Entzündungen ist das Cortisol vermindert – die Nebenniere ist erschöpft und geschwächt. Dies kann unter anderem eine erhöhte Stressanfälligkeit, Antriebslosigkeit und Infektanfälligkeit hervorrufen. Der Patient hat nicht mehr ausreichend Kraft für Aktivitäten und sein Blutzuckerspiegel sinkt, dies kann u.a. auch mit Heißhungerattacken bemerkt werden.

…über die Lust…

Das männliche Sexualhormon Testosteron ist nicht nur beim Mann sondern auch bei der Frau für eine gesunde Lipido verantwortlich. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen wiederum verleiht die weiblichen Rundungen und schützt vor Osteoporose. Östrogene sind außerdem wichtig für die Widerstandskraft der Haut und Haare sowie für den Feuchtigkeitshaushalt der Schleimhäute. Eine Östrogen-Unterversorgung kann u.a. zu Reizungen und Entzündungen der Schleimhäute im Magen-Darm- und Vaginalbereich führen.

…zur Schlaflosigkeit

Das Hormon Melatonin versetzt uns jede Nacht in die Tiefschlafphase. Tagsüber ist die Melatonin-Konzentration sehr niedrig. Eine veränderte Melatoninkonzentration kann Schlaflosigkeit aber auch zu tiefe Schlafphasen hervorrufen, gefolgt von dem Gefühl, nicht wach zu werden.


Einblick in die verschiedenen Auswirkungen und Möglichkeiten:

Praxisfall: Lehrerin, 34 Jahre

Kinderwunsch, Lipidoverlust, massive prä-menstruelle Beschwerden (PMS) in den Tagen vor den Tagen: Stimmungsschwankungen, depressive Episoden, Heißhunger, Kopfschmerzen bis Migräne. In diesem Fall wurden die Geschlechtshormone (Östrogen, Progesteron und Testosteron) im Speichel untersucht und ausgewertet.

Das Ergebnis: Es zeigte sich ein hormonelles Ungleichgewicht, diese erschwert logischerweise auch die Erfüllung des Kinderwunsches.

Folgende beispielhafte Maßnahmen können sinnvoll sein: 

○ Naturheilkundliche Therapie der hormonellen Dysbalance (individuell abgestimmt und von Patientin zu Patientin unterschiedlich, hier spielen viele Faktoren eine Rolle)

Praxisfall: Lehrerin, 45 Jahre

Leidet unter viel Stress, starke Müdigkeit, trinkt 5 Tassen Kaffee am Tag um den Alltag zu meistern. Bei der Patientin wurde das Aktivitätshormon Cortisol zu verschiedenen Tageszeitpunkten untersucht und ausgewertet.

Das Ergebnis: Es zeigt sich eine deutlich geschwächte Nebenniere mit niedrigen Cortisolwerten im Tagesverlauf. 

Folgende beispielhafte Maßnahmen können sinnvoll sein: 

○ Naturheilkundliche Therapie zur Stärkung der Nebenniere: Die passenden Arzneimittel werden individuell abgestimmt: Vitamine, Mineralien, pflanzliche und/oder homöopathische Regulation, hormonelle Therapie (mit bioidentischen Hormonen)

○ Stressreduktion z.B. durch bewusste Auszeiten, Entspannungsübungen

○ Kaffeekonsum reduzieren

○ Dauer der Therapie ca. 3 – 6 Monate

Praxisfall: Sekretärin, 56 Jahre alt

Überforderung im Job, Einschlafprobleme, häufiges nächtliches Erwachen. Aufgrund der Ein- und Durchschlafprobleme wurden die Hormone Melatonin und Cortisol gemessen und der Befund entsprechend ausgewertet.

Das Ergebnis: Für beide getesteten Hormonen zeigten sich auffällige Werte, welche ursächlich für dieses Beschwerdebild sein können.

Folgende beispielhafte Maßnahmen können sinnvoll sein: 

○ Naturheilkundliche Therapie durch z.B. Rhodiola rosea (Rosenwurz) oder andere Mittel, die regulierend auf die Hormonachse wirken

○ Stressreduktion durch Bewegung 

○ Maßnahmen zur Schlafhygiene

Weiterführende Infos gerne:

Susanne Bauer, Heilpraktikerin

www.naturheilpraxis-in-nuernberg.de

Praxis für Frauen-Naturheilkunde

Deutenbacher Straße 2

90547 Stein