Zurück zum “Bauch-Gefühl” mit Babymassage

Stell´ Dir mal folgendes Bild vor Deinem inneren Auge vor:

Du schwebst völlig schwerelos, fühlst Dich getragen und gleichzeitig sanft umarmt. Wärme umgibt Dich, sanftes gedämpftes Licht, ein eher rötlicher Schein ist zu sehen. Ab und an spürst Du eine sanfte Berührung Deines Körpers. Geräusche dringen leise an Dein Ohr, dafür ist da ein konstantes Rauschen und Pumpen, dass Dich beruhigt und Dir zeigt, dass alles in Ordnung ist. Manchmal hörst Du immer wieder die gleiche liebevolle Stimme, die sich Dir zuwendet und Dir liebevolle Dinge zuflüstert. Du fühlst Dich wohl und spürst absolute Geborgenheit. Auch wenn es um Dich herum eng zu sein scheint, bedeutet diese feste Umarmung alles für Dich, denn Du spürst Dich daran. 

Eine schöne Vorstellung, oder? Und vielleicht das Gefühl, dass Dein Baby in der Zeit in der Gebärmutter hatte.
Erstmal auf der Welt angekommen, macht das Baby ganz neue und andere Erfahrungen. Die Wärme, der ständige Kontakt zur Mama fehlen und viele Kinder vermissen die Zeit im Bauch.

 

So kannst Du Deinem Baby das “Bauch-Gefühl” wieder zurück geben

Mit Babymassage können wir einige Elemente, die das Baby aus der Zeit im Bauch kennt, aufgreifen. Wir schaffen eine warme, angenehme Umgebung und schenken ihm sanfte und beruhigende Berührungen. Willkommene Effekte sind außerdem die Reduzierung von Stresshormonen, die Anregung der Verdauung oder Hilfe bei Blähungen. Oft schlafen die Kleinen nach einer langen Massageeinheit friedlich und vielleicht sogar ein wenig länger als sonst. Ein Zeichen für die tiefenentspannende Wirkung der Massage.

Nahrung die Liebe ist

Aus dem Vorwort von Frédérick Leboyers, “Sanfte Hände”

“Die Berührung ist Wurzel.
Und so sollten wir auch mit ihr umgehen.
Wir müssen unsere Babys so nähren,
dass sie wirklich satt werden,
innen wie außen.
Wir müssen zu ihrer Haut sprechen
und zu ihrem Rücken,
denn diese hungern und düsten und schreien
genauso wir ihr Bauch.
Wir müssen sie mit Wärme und Zärtlichkeit
genug und mehr als genug füttern.
Denn sie brauchen sie,
so sehr wie Milch.”
“Berührt, gestreichelt und massiert werden,
das ist Nahrung für das Kind.
Nahrung, die genauso wichtig ist
wie Mineralien, Vitamine und Proteine.
Nahrung, die Liebe ist.”

Ein Massagegriff nach Leboyer

In unserem Babymassage-Kurs wirst Du mit den wichtigsten Griffen nach Frédérick Leboyer vertraut gemacht und kannst in mehreren Terminen das Gelernte vertiefen.

Ein einfacher Griff der sich für die Bauchmassage eignet ist das “Wasserrad”:

Deine Hände gleiten nacheinander vom Brustbein über den Babybauch zu den Leisten. Dabei wechseln die Hände so, dass eine Hand immer Körperkontakt hält. Wiederhole diese Berührung einige Male.

Was benötigst Du für die Massage

Für die Massage eignen sich Öle ohne Parfüm oder andere Zusatzstoffe – z.B. ein naturreines Mandelöl aus der Apotheke oder andere spezielle Öle für Babys. Massageöle für Erwachsene sind nicht geeignet.
Als Auflage kannst Du eine wasserfeste Unterlage verwenden und darauf ein Handtuch legen. (Einmalunterlagen produzieren Müllberge!)
Der gut gelüftete Raum sollte erwärmt werden, eine Wärmelampe oder ein Heizstrahler schafft hier die Wohlfühltemperatur fürs Baby.

Übrigens: Nicht alles Babys mögen es, nackt zu sein. Sie möchten lieber die Begrenzung durch die Kleindung spüren und müssen sich an die Massage vielleicht gewöhnen. Aber schon nach einigen Wiederholungen, hat es sich an verbindende Zeit mit Mama oder Papa gewöhnt und wird von der Massage profitieren.
Auch direkt nach dem Essen solltest Du keine Massage durchführen und wenn Dein Kind oder Du gerade innerlich eher unruhig oder angespannt sind.

Unseren Babymassage-Kurs nach Leboyer findest Du hier!