BEBO-Tipp #6: Beckenbodentraining im Alltag

Sitzt Du gerade? Gut! Dann kannst Du nämlich direkt mit folgender Übung für den Beckenboden loslegen. Regelmäßig findest Du in unserem Blog jetzt einen Tipp für Deinen Beckenboden. Kleine, feine Übungen für den Alltag oder auch Informationen zu dieser zu Unrecht manchmal vernachlässigten Muskelpartie.

An der Ampel im Auto, beim morgendlichen Cappuccino am Frühstückstisch, bei der Krabbelgruppe – all diese Momente bieten uns im Alltag Gelegenheiten unseren Beckenboden kurz und knackig anzusprechen. Dafür braucht es kein Equipment und keinen Kurs, es lässt sich spontan anwenden und Du tust etwas für Deine weibliche Gesundheit.

Erspüre Deinen Beckenboden

Unser Beckenboden besteht aus drei unterschiedlichen Schichten: die Schließmuskelschicht verläuft wie eine 8 rund um After und Harnröhre, die zweite Muskelschicht ist wie ein Fächer zwischen den Sitzbeinhöckern aufgespannt, die  innerste Schicht hat vor allem eine tragende Funktion und verläuft vom Steißbein zum Schambein.

Versuche die einzelnen Schichten getrennt voneinander und gemeinsam zu aktiveren

Aktiviere Deine Schließmuskelschicht, als wolltest Du den Gang auf die Toilette noch etwas herauszögern.
Spüre mit Deinen Händen mal nach Deinen Sitzbeinhöckern. Gefunden? Wunderbar – dann kannst Du Dir jetzt vorstellen, beide wie ein Gummiband zusammen zu ziehen.
Nun kippe Dein Becken so, als wolltest Du das Steißbein nach vorne ziehen.

Übung im Sitzen für den Beckenboden

Du sitzt so, dass Deine Füße Kontakt zum Boden haben.
Aktiviere alle drei Schichten Deines Beckenbodens wie oben beschrieben.
Nun lege Deinen Handflächen an die Innenseiten der Oberschenkel und schiebe Deine Beine nach außen, gleichzeitig presst Du mit den Beinen gegen den Druck Deiner Hände.
Atme entspannt weiter und löse nach 3 – 5 Atemzügen den Druck auf und Entspanne!

Übrigens: ein zu schwacher Beckenboden ist nicht wünschenswert, aber eine zu stark angespannte Muskelpartie im Becken ist auch nicht förderlich. Erinnere Dich also auch immer an den letzten Schritt, den Beckenboden nach der Aktivität wieder zu entspannen.

 

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