12 Sätze, die Du Deinem Kind immer wieder sagen solltest

Schon wenn unser Baby mit wenigen Wochen vor uns liegt, hüllen wir es in unsere Worte. Das Sprechen und Erklären der Welt gehört zum Umgang mit unserem Kind ganz natürlich dazu, schon lange bevor es selbst sprechen kann.
Aber worüber sprechen wir eigentlich? Manchmal dürfen die Dinge, die gesagt werden auch hinterfragt werden. Was sind typische Sätze, die wir schon selbst als Kind gehört haben und welche Gültigkeit haben sie eigentlich noch für uns und unseren Alltag?
Anders als die folgenden 12 Sätze – diese darf Dein Kind immer wieder hören!

Sprechen

1. Was ist passiert? 

Oft neigen Eltern dazu, dem weinenden oder verletztem Kind schon von vorneherein zu sagen, dass doch gar nichts passiert sei. ABER: wenn ein Kind weint, dann ist meist eben doch etwas passiert. Es ist unsere Aufgabe als Eltern, herauszufinden was geschehen ist und wie wir helfen können. 

2. Du bist wütend, dass verstehe ich. 

Anstatt zu fragen: „Was ist denn jetzt wieder los?“ hilfst Du Deinem Kind, seine Gefühle zu deuten und erklärst ihm, dass alle Gefühle in unserem Leben dazu gehören. 

3. Ich bin ganz sicher, dass Du das schaffst. 

„Selber machen!“ ist so ein Lieblingssatz von Kindern und wir können dieses Selbstlernen und Verstehen begleiten – mit Satz 3 und 4. 

4. Wenn du es nicht schaffst, dann helfe ich dir gerne. 

5. Ich vertraue Dir! 

Und zwar immer und zu jederzeit! 

6. Weinen ist okay – auch ich bin manchmal traurig. 

Wer als Kind immer wieder den Satz gehört hat, „Indianer kennen keinen Schmerz“ weiß, wie widersprüchlich es ist, wenn es weh tut und der erwachsenen Mensch will Dir erzählen, dass es gar nicht weh tut. Gut, wenn wir es jetzt bewusst anders machen. 

7. Ich lasse Dich eigene Erfahrungen machen. 

Und dabei bin ich immer der sichere Hafen der Dich unterstützt und zu dem Du zurückkehren kannst.  

8. Das kannst Du richtig gut! 

Lob brauchen wir alle, Lob motiviert und Lob brauchen wir gerade auch dann, wenn wir auch mit Kritik umgehen müssen. 

9. Ich höre Dir (mit meinem ganzen Körper) zu! 

Du kochst gerade und Dein Kind erzählt Dir gerade eine hochspannende Geschichte über Lego-Figuren? Kinder wissen ganz genau, ob wir ihnen wirklich zuhören – also mit dem ganzen Körper: einem zugewandten Gesicht, Hände, die nichts anderes tun, lauschenden Ohren und einem Gehirn, das auf Empfang eingestellt ist. Wir signalisieren: “Ich bin für Dich da, wenn Du über etwas sprechen magst.” 

10. Nein. 

Ja, Kinder kommen mit einem Nein zurecht und brauchen eine klare Struktur und Erzieher, die ihnen Grenzen bieten. Grenzen um sich daran zu reiben, aber auch um geschützt zu sein. Denn wir geben unseren Kindern grenzen, weil wir sie lieben. Wenn wir Nein sagen, bleiben wir als konsequente Erzieher auch dabei. 

11. Sei frech und wild und wunderbar! 

Das Credo von Pippi Langstrumpf beschreibt wie Kinder nun mal sind – wenn wir Erwachsene nicht gerade versuchen, sie zu leisen, stillen und bewegungslosen Wesen zu machen. In anderen europäischen Ländern wird dem Kind an sich und dem „Kind-sein“ viel mehr Respekt und Verständnis entgegengebracht, während wir in Deutschland wohl noch mehr daran arbeiten können. 

12. Ich liebe Dich! 

Und zwar nicht „wie du bist“ – denn das beinhaltet so ein leises „auch wenn Du so (auffällig, besonders, anders als andere) bist“. Sondern „Ich liebe Dich.“ Ohne Bedingung, ohne Gegenleistung, auch wenn Du Fehler machst (und die machen wir alle), mit ganzem Herzen, jetzt und immer. 

 

In unseren Gruppen für Babys und Kinder setzen wir uns auch damit auseinander, wie wir als Erzieher und Eltern sind. Vielleicht sind einige unser Gruppen interessant für Dich?